Podologie

Wie Dir ein Podologe helfen kann?!

Die Podologie ist die Lehre der nichtärtzlichen Fußheilkunde und wird vom sogenannten Podologen ausgeübt. Die Maßnahmen der Podologie sind vielfältig und umfassen Behandlungsmethoden aus der Inneren Medizin (Diabetologie), Dermatologie, Chirurgie und Orthopädie.

Ein Podologe ist zwar kein Arzt, ist aber durch seine anspruchsvolle mehrjährige Ausbildung und sein breitgefächertes Wissen in der Lage, sich mit medizinischem Fachwissen um die meisten unserer Fußprobleme zu kümmern.

Unser folgender Beitrag soll Dir das Berufsbild der Heilkunde am Fuß – ein Fachbereich im Gesundheitswesen mit Zukunft – näher bringen und aufzeigen wie und wann genau ein Podologe Dir helfen kann.

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Definition

Was genau ist eine Podologie?

Podologie ist ein nichtärtzliches Wissensgebiet (logos), das sich mit der Heilung eines kranken Fußes (podos) beschäftigt.

Im Folgenden wollen wir Dir die Tätigkeitsfelder einer Podologie und das Berufsbild eines Podologen einmal genau erklären!

Einordnung

Unterschied zwischen Podologie & Fußpflege

Schaut man sich die zwei Berufsbezeichnungen Fußpflege und Podologie an, spricht man auch von kosmetischer und medizinischer Fußpflege. Und diese Begriffe bezeichnen auch direkt die Unterschiede:

  • Podologie (medizinische Fußpflege)
    Ausgeübt wird die Podologie – die nichtärztliche Heilkunde am Fuß – auf der Grundlage einer ärztlichen Verschreibung von staatlich examinierten Podologen, deren Berufsbezeichnung gesetzlich geschützt ist.
  • Fußpflege (kosmetische Fußpflege)
    Eine kosmetischen Fußpflege kann jeder erlaubnisfrei ausüben und umfasst lediglich pflegerische nund dekorativen Maßnahmen am gesunden Fuß.

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Wie Du auf natürliche Weise Nagelpilz los wirst!

weitere Informationen:

Tätigkeitsfelder

Was passiert in einer Podologie?

Eine Podologie bzw. der Podologe behandelt Menschen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind, also akute Fußprobleme haben.

Dabei umfassen die Tätigkeitsfelder in einer Praxis für Podologie die Fachbereiche Dermatologie, Diabetologie, Orthopädie und Chirurgie.

Eine podologische Praxis ist insbesondere dann Deine erste Anlaufstelle, wenn Du eines der folgenden Probleme mit Deinen Füßen hast:

  • Eingeschränkte Bewegungsfähigkeit im Alltag
  • Diabetischer Fuß (auch vorbeugend)
  • Rheumatische Fußerkrankungen
  • Fußfehlstellungen
  • Durchblutungsstörungen im Fuß
  • Übermäßige Hornhautbildung (Hyperkeratonie) und starke Schrundenbildung
  • Nagelprobleme, z. B. Nagelkorrektur mit der Spange
  • Nagelprothetik (bei verletzten, deformierten, und abgelösten Nägeln)
  • Eingewachsene oder sich aufrollende Nägel
  • Nagelerkrankungen, zum Beispiel Nagelmykosen/Nagelpilz. Wenn Deine Nägel mit Pilzen infiziert sind, bist Du beim Podologen gut aufgehoben. Denn er hat besonders leistungsfähige Schleif- und Poliergeräte. Das schont die Nägel und die Behandlung geht schneller als bei der Fußpflege.
  • Erkrankungen der Fußhaut durch Pilze
  • Hühneraugen
  • Warzen

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Podologe

Wie sieht das Berufsbild eines Podologen aus?

Nachdem wir die Tätigkeitsfelder der Podologie und die Abgrenzung zur Fußpflege bereits dargelegt haben, werden wir im Folgenden beschreiben, welche Ausbildung Podologen brauchen, wo sie eingesetzt werden können und was sie verdienen.

Ausbildung

Wie wirst Du zum Podologen?

Wer Podologe oder medizinischer Fußpfleger werden möchte, kann an einer der etwa 50 Berufsfachschulen eine 2jährige Ausbildung zum Podologen mit anschließender staatlicher Prüfung absolvieren.

Als Zugangsvoraussetzung dafür wird meist der Realschulabschluss verlangt. Aber auch ein Hauptschulabschluss reicht, um Podologe werden zu können. Man muss dann allerdings zusätzlich eine zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen können.

Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung – in Deutschland ist das in der Regel das Abitur – verfügt, kann an seine Berufsfachschulausbildung den Studiengang Podologie anhängen und bei erfolgreichem Abschluss dann den akademischen Grad des Bachelor of Science in Podologie (B. Sc. Podologie) tragen. Wer in seinem Fachgebiet dann schließlich noch zu den Sternen greifen möchte, kann dann noch das auf den Bachelor aufbauende Masterstudium absolvieren.

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Zu den Ausbildungsinhalten eines Podologen im Training zählen neben den Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik natürlich das Erkennen und Erlernen von Krankheitsbildern und deren Ursachen. Auch die Anatomie des Fußes, Hygiene und zum Beispiel das Fachgebiet Mikrobiologie stehen ebenso auf dem Ausbildungsplan, wie die Gesamtheit aller Fußprobleme, etwa Nagelpilz-Erkrankungen, Nagelmissbildungen und Verhornungserscheinungen und die gravierenden Probleme am Fuß infolge Diabetes und Schuppenflechte.

Als Azubi erhält man keine Vergütung. Teilweise werden an bestimmten Lehreinrichtungen sogar Schulgeld und Prüfungsgebühren verlangt.

In der Podologie darf man natürlich keine Scheu vor kranken Füßen, Krankheiterregern (zum Beispiel Nagelpilzen), Blut, dicken Hornhautschichten oder verdickten, gelben Nägeln haben - wie sie etwa bei verschleppten Nagelpilzinfektionen auftreten.

Wo kannst Du als Podologe überall arbeiten?

Wo kannst Du als Podologe überall arbeiten?

Ein Podologe kann in eigener Praxis als selbständiger Leistungsbringer ohne oder mit Kassenzulassung arbeiten. Hier steht auf der einen Seite mehr Entscheidungsfreiheit einem gewissen Investitionsrisiko einer eigenen Podologie auf der anderen Seite gegenüber.

Oder aber er schließt sich einer Podologie Gemeinschaftspraxis an.

Auch eine freie Mitarbeit oder die Arbeit in einem Versorgungszentrum ist möglich.

Darüber hinaus kann er als Angestellter in einem Krankenhaus seine Fähigkeiten unter Beweis stellen oder in sogenannten Fußambulanzen tätig sein, wo er mit Ärzten, Physiotherapeuten, Orthopädieschuhmachern, Orthopädie-Mechanikern und zum Beispiel Ergotherapeuten zusammenarbeitet.

Schließlich steht ihm auch noch der Weg zu einer Dozententätigkeit offen.

Einkommen

Wie hoch ist das Gehalt eines Podologen?

Auch bei der Frage um die Höhe des Gehaltes eines Podologens ist es wichtig zu unterscheiden wo, in welchen Einsatzgebiet und in welchem Arbeitserhältnis der Podologe tätig ist.

Letzendlich werden dabei 2 verschiedene Fälle unterschieden:

  • Im Angestelltenverhältnis bekommt ein Podologe 1.300 bis 1.500 Euro brutto als Einstiegsgehalt. Mit steigender Erfahrung kann sich das Gehalt schließlich auf etwa 2.800 Euro brutto verdoppeln.
  • Wer freiberuflich in seiner eigenen Podologie Praxis arbeiten möchte, muss mit einem dreifachen Umsatz kalkulieren, um an die Angestelltengehälter heranzukommen. Wenn die Praxis gut läuft, kann man durchaus deutlich mehr als in einem Angestelltenverhältnis (z.B. in einem Krankenhaus) verdienen.

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Kostenpunkt

Kosten & Preise einer podologischen Behandlung

Im Folgenden geben wir Dir einen Überblick über die Kosten, die für die unterschiedlichen podologischen Behandlungen in Abhängigkeit von Dauer und medizinischem Aufwand einzukalkulieren sind.

  • 5 bis 10 Euro
    • Nagelfalztamponage
  • 7,50 bis 15 Euro
    • Hühneraugenentfernung
    • Nagellackbehandlung bei Nagelpilz
  • je 20 bis 30 Euro
    • Kürzen von Nägeln
    • Entfernen der Nagelhaut
    • Aufwändiges Entfernen von Hornhaut
  • je 30 bis 50 Euro
    • Fußmassage
    • Fußpackung
    • Schneiden von Nägeln
    • Schleifen von Nägeln
    • Abtragen von Nagelverdickungen
  • 40 bis 125 Euro
    • Nagelprothetischer Aufbau, abhängig von der Zahl aufgebauter Fußnägel

Beispiel - Kosten einer Nagelpilzinfektion:

Diese sind stark abhängig von der Schwere der Infektion. Pro Sitzung ist unter Umständen mit Kosten von bis zu 120 Euro (ohne nagelprothetischen Aufbau) zu rechnen. Enthalten in den Leistungen der Podologie sind dann das Kürzen, Schneiden und Schleifen der Nägel sowie das Abtragen von Nagelverdickungen und das Auftragen eines antimykotisch wirkenden Nagellacks.

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Kostenübernahme

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Wenn eine medizinische Notwendigkeit für eine podologische Behandlung mit ärztlicher Verordnung vorliegt, werden die Kosten, die Dir bei der Podologie entstehen, von den Kassen bis zu einem bestimmten Prozentsatz übernommen, den Rest musst Du dann aus eigener Tasche zuzahlen. Manche Kassen übernehmen aber auch die gesamten Behandlungskosten. Wie es Deine Krankenkasse handhabt, müsstest Du bitte jeweils selber erfragen.

Bei Diabetikern werden die Kosten grundsätzlich erstattet, um eine Verschlimmerung der Erkrankung zu verhindern. Voraussetzung ist aber, dass die Pediküre von einem Podologen durchgeführt wird, der eine Kassenzulassung hat. Auch muss die Behandlung von einem Arzt verordnet worden sein.

Auch für Privatversicherte gilt, dass hier ebenfalls die Kosten übernommen werden, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt und eine Behandlung ärztlicherseits verordnet wurde.

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Natürlich kannst Du auch vorbeugend, also ohne akuten medizinischen Grund, zur Podologie. Hierbei geht die Kostenübernahme, ca. 25 Euro je Termin, aber immer voll zu Deinen Lasten.

In der Nähe

Podologie/Podologen in deiner Nähe finden

Bist du auf der Suche nach einem Podologen bzw. Podologie in deiner Nähe, wirst du entweder direkt über die Google Suche oder aber auf diversen Ärzteverzeichnissen fündig. In vielen Fällen kannst Du dir dort auch gleich Erfahrungen von Patienten anschauen.

Oder aber du gehst den Weg über Empfehlungen von Freunden oder Bekannten.

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